Die ersten Milchzähne – natürlich und gesund von Anfang an

Wann kommen die ersten Zähne und was können Eltern beim Zahnen tun?

Der erste kleine Zahn ist für Eltern ein besonderer Moment. Gleichzeitig beginnt damit ein neuer Abschnitt der Zahngesundheit. Wann müssen Milchzähne geputzt werden? Wie lassen sich Beschwerden beim Zahnen lindern? Und welche Rolle spielen Speichel, Ernährung und eine möglichst natürliche Mundpflege?

Das Zahnland – Zahnarzt Freiburg gibt Eltern einen Überblick über die wichtigsten Fragen rund um die ersten Milchzähne.

Wann kommen die ersten Milchzähne?

Bei den meisten Kindern zeigen sich die ersten Milchzähne ungefähr zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat. Häufig erscheinen zunächst die unteren mittleren Schneidezähne, anschließend die oberen Schneidezähne.

Danach folgen nach und nach die weiteren Schneidezähne, Backenzähne und Eckzähne. Mit ungefähr zweieinhalb Jahren besitzen die meisten Kinder ihr vollständiges Milchgebiss mit 20 Milchzähnen.

Der Zeitpunkt kann allerdings von Kind zu Kind deutlich variieren. Ein früher oder später Zahndurchbruch ist deshalb zunächst kein Grund zur Sorge.

Woran erkennt man, dass ein Baby zahnt?

Wenn sich ein Zahn seinen Weg durch das Zahnfleisch bahnt, kann das für ein Baby unangenehm sein. Typisch sind beispielsweise stärkerer Speichelfluss, gerötetes oder empfindliches Zahnfleisch, ein verstärktes Bedürfnis, auf Gegenständen zu kauen, sowie zeitweise Unruhe.

Zahnen selbst ist jedoch keine Krankheit. Hohes Fieber, deutlicher Durchfall oder ein insgesamt krank wirkendes Kind sollten deshalb nicht einfach auf die Zähne geschoben, sondern kinderärztlich abgeklärt werden.

Was hilft natürlich beim Zahnen?

Nicht jedes Kind benötigt ein Zahnungsgel oder Medikamente. Häufig helfen bereits einfache und schonende Maßnahmen.

Ein gekühlter, aber nicht gefrorener Beißring kann das empfindliche Zahnfleisch beruhigen. Auch eine vorsichtige Massage des Zahnfleisches mit einem sauberen Finger kann als angenehm empfunden werden.

Kühle, altersgerechte Lebensmittel können bei Kindern, die bereits Beikost essen, ebenfalls wohltuend sein.

Und manchmal ist die menschlich einfachste Maßnahme die beste: Nähe, Ruhe, Körperkontakt und Ablenkung helfen vielen Kindern durch diese ungewohnte Phase.

Bei pflanzlichen Präparaten und ätherischen Ölen ist dagegen gerade bei Säuglingen Vorsicht angebracht. „Natürlich“ bedeutet nicht automatisch „für Babys geeignet“. Solche Mittel sollten nur verwendet werden, wenn ihre Eignung für das entsprechende Alter geklärt ist.

Der Speichel – die natürliche Zahnpflege unseres Körpers

Speichel ist tatsächlich ein faszinierendes körpereigenes Schutzsystem.

Er spült Speisereste aus dem Mund, hält die Schleimhäute feucht und kann Säuren neutralisieren. Außerdem enthält er unter anderem Calcium und Phosphat, die zur Remineralisation des Zahnschmelzes beitragen.

Deshalb sind ausreichender Speichelfluss und genügend Pausen zwischen den Mahlzeiten wichtige Bestandteile einer natürlichen Kariesprophylaxe.

Besonders problematisch ist dagegen ständiger Zuckernachschub. Werden Zähne immer wieder mit zuckerhaltigen Getränken oder Speisen konfrontiert, produzieren Bakterien im Zahnbelag Säuren. Dem Speichel bleibt dann zu wenig Zeit, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen.

Reicht der natürliche Speichel zum Schutz der Milchzähne aus?

Hier lautet die Antwort: Speichel hilft erheblich – allein reicht er jedoch nicht aus.

Auf der Zahnoberfläche bildet sich Plaque, ein bakterieller Biofilm. Dieser lässt sich durch den natürlichen Speichelfluss nicht zuverlässig entfernen. Deshalb müssen auch Milchzähne mechanisch gereinigt werden.

Das Ziel einer guten Kinderzahnpflege sollte also nicht sein, die natürliche Mundflora möglichst intensiv zu „desinfizieren“. Vielmehr geht es um ein vernünftiges Zusammenspiel aus Speichel, zahngesunder Ernährung, mechanischer Reinigung und gezielter Kariesprophylaxe.

Ab wann müssen Milchzähne geputzt werden?

Die einfache Regel lautet:

Ab dem ersten Zahn beginnt das Zähneputzen.

Eltern sollten ihr Baby behutsam daran gewöhnen. Dafür eignet sich eine sehr weiche, altersgerechte Kinderzahnbürste.

Nach den in Deutschland geltenden fachübergreifenden Empfehlungen bestehen im ersten Lebensjahr unterschiedliche Möglichkeiten der Fluoridversorgung. Wird Fluorid bereits zusammen mit Vitamin D als Tablette gegeben, können die ersten Zähne zunächst ohne Zahnpasta beziehungsweise mit einer kleinen Menge fluoridfreier Zahnpasta geputzt werden.

Alternativ kann nach dem Zahndurchbruch mit einer reiskorngroßen Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid geputzt und Vitamin D ohne zusätzliches Fluorid gegeben werden.

Wichtig: Fluoridtabletten und fluoridhaltige Zahnpasta sollten bei Babys nicht einfach parallel eingesetzt werden. Die individuelle Fluoridversorgung können Eltern mit Kinderarzt und Zahnarzt abstimmen.

Ab dem ersten Geburtstag wird zweimal tägliches Putzen mit einer reiskorngroßen Menge Kinderzahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid empfohlen. Ab zwei Jahren wird eine erbsengroße Menge verwendet.

Muss Kinderzahnpasta möglichst viele Inhaltsstoffe enthalten?

Nein. Gerade bei kleinen Kindern ist weniger oft mehr.

Eine Kinderzahnpasta muss weder besonders stark schäumen noch intensiv schmecken oder den Mund mit einem ausgeprägten Minzgeschmack versehen. Babys und Kleinkinder verschlucken einen Teil der Zahnpasta ohnehin.

Eltern können deshalb auf eine altersgerechte Zahnpasta mit möglichst überschaubarer Zusammensetzung sowie neutralem Geschmack und neutraler Farbe achten. Entscheidend sind die richtige Fluoridkonzentration und vor allem die sehr kleine, altersgerechte Dosierung.

Wer für sein Kind eine besonders naturorientierte Zahnpflege bevorzugt, kann dies gerne beim Zahnarzt ansprechen. Gemeinsam lässt sich eine Lösung finden, die die persönlichen Vorstellungen der Familie berücksichtigt und gleichzeitig einen nachgewiesenen Schutz vor frühkindlicher Karies bietet.

Natürliche Zahngesundheit beginnt auch beim Essen und Trinken

Mindestens ebenso wichtig wie die Wahl der Zahnpasta ist der Alltag des Kindes.

Wasser und ungesüßte Getränke sind für die Zähne besonders günstig. Süße Getränke sollten nicht zum dauernden Nuckeln angeboten werden. Auch Milch, Saft oder gesüßter Tee gehören nicht über Stunden in die Nuckelflasche.

Zwischen den Mahlzeiten sind Pausen sinnvoll. Dadurch bekommt der Speichel Gelegenheit, Säuren abzupuffern und den Zahnschmelz wieder mit Mineralstoffen zu versorgen.

Eine abwechslungsreiche, möglichst wenig verarbeitete und altersgerechte Ernährung bildet damit eine gute Grundlage für eine natürliche und nachhaltige Zahngesundheit.

Warum sind gesunde Milchzähne so wichtig?

Manchmal hört man noch den Satz: „Das sind doch nur Milchzähne – die fallen sowieso wieder aus.“

Doch Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben. Sie ermöglichen das Kauen, unterstützen die Sprachentwicklung und beeinflussen die Entwicklung des Kiefers. Gleichzeitig halten sie den Platz für die späteren bleibenden Zähne frei.

Ein kariöser Milchzahn kann Schmerzen verursachen und behandlungsbedürftig werden. Deshalb lohnt sich eine sorgfältige Pflege von Anfang an.

Der erste Besuch beim Zahnarzt Freiburg

Mit dem Durchbruch des ersten Zahnes kann auch der erste Besuch beim Zahnarzt geplant werden.

Dabei geht es bei einem kleinen Kind zunächst nicht um eine aufwendige Behandlung. Vielmehr können Eltern erfahren, ob sich Zähne und Mund gesund entwickeln und wie Zahnbürste, Zahnpasta, Fluorid und Ernährung individuell sinnvoll eingesetzt werden können.

Gleichzeitig lernt das Kind die Zahnarztpraxis in einer entspannten Situation kennen. So kann von Anfang an ein selbstverständlicher und vertrauensvoller Umgang mit Zahngesundheit entstehen.

Das Zahnland – Zahnarzt Freiburg

Sie haben Fragen zu den ersten Milchzähnen, zum Zahnen, zur richtigen Kinderzahnpasta oder zur natürlichen Zahnpflege?

Wir beraten Sie gerne persönlich und schauen gemeinsam, was für Ihr Kind sinnvoll ist.

Wir sind zweimal in Freiburg für Sie da – herzlich willkommen bei Ihrem Zahnarzt in Freiburg!
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Gesunde Kinderzähne beginnen mit dem ersten Zahn. Wir begleiten Eltern und Kinder gerne von Anfang an.