Ein kleiner weißlicher Fleck auf der Zunge, an der Innenseite der Lippe oder am Zahnfleisch kann überraschend starke Schmerzen verursachen. Häufig handelt es sich dabei um eine Aphte, eine meist harmlose, aber unangenehme Entzündung beziehungsweise oberflächliche Verletzung der Mundschleimhaut.
Schon beim Essen, Trinken oder Sprechen kann die betroffene Stelle brennen. Besonders saure Lebensmittel, scharfe Gewürze oder heiße Getränke verstärken häufig die Beschwerden.
Doch wie entstehen Aphten eigentlich? Sind sie ansteckend? Wie lange dauert die Heilung und können natürliche Hausmittel wie Salbeitee mit Honig helfen?
Das Zahnland – Ihr Zahnarzt Freiburg informiert über Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und eine schonende Pflege der Mundschleimhaut.
Aphten sind kleine, rundliche oder ovale Schleimhautgeschwüre, die meist einen weißlich-gelblichen Belag und einen deutlich geröteten Rand aufweisen.
Sie entstehen durch lokale Entzündungsprozesse in der Mundschleimhaut. Die genauen Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich wirken verschiedene Faktoren zusammen.
Mögliche Auslöser und begünstigende Faktoren sind:
Anders als Lippenherpes sind gewöhnliche Aphten nicht ansteckend. Sie werden nicht durch das Herpesvirus verursacht.
Die häufigste Form ist die sogenannte kleine Aphte (Minor-Aphte). Sie ist meist nur wenige Millimeter groß, kann aber erhebliche Schmerzen verursachen.
Die Beschwerden entwickeln sich typischerweise folgendermaßen:
Tag 1–2: Ein Brennen, Kribbeln oder Spannungsgefühl kann auftreten. Anschließend bildet sich eine kleine schmerzhafte Stelle.
Tag 2–5: Die Entzündung ist häufig besonders empfindlich. Essen, Trinken und Zähneputzen können unangenehm sein.
Tag 5–10: Die Schmerzen lassen bei unkompliziertem Verlauf allmählich nach. Die Schleimhaut beginnt sich zu regenerieren.
Tag 10–14: Kleine Aphten sind meistens vollständig und ohne Narbenbildung abgeheilt.
Die Schmerzen sind bei kleinen Aphten häufig während der ersten drei bis fünf Tage am stärksten. Der Verlauf ist jedoch individuell verschieden.
Größere Aphten können mehrere Wochen bestehen bleiben und benötigen manchmal eine gezielte medizinische Behandlung.
Da kleine Aphten normalerweise von selbst abheilen, steht zunächst die Schmerzlinderung und der Schutz der gereizten Schleimhaut im Vordergrund.
Geeignete Maßnahmen sind:
Wichtig ist, dass die Mundschleimhaut während der Heilungsphase möglichst wenig zusätzlich gereizt wird.
Salbei gehört zu den traditionellen Heilpflanzen, die bei Beschwerden im Mund- und Rachenraum eingesetzt werden.
Seine pflanzlichen Inhaltsstoffe besitzen unter anderem entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Deshalb kann milder, abgekühlter Salbeitee bei gereizter Mundschleimhaut als angenehm empfunden werden.
Salbeitee ist jedoch kein Ersatz für eine medizinische Behandlung und desinfiziert eine Aphte nicht zuverlässig.
Salbei: Ein milder Salbeiaufguss kann zum vorsichtigen Spülen oder als Getränk verwendet werden. Der wissenschaftliche Nachweis einer schnelleren Abheilung von Aphten ist allerdings begrenzt.
Honig: Honig besitzt bestimmte antimikrobielle Eigenschaften. Einzelne kleinere Untersuchungen deuten auf mögliche positive Effekte bei Aphten hin. Die Evidenz reicht jedoch nicht aus, um Honig als gesicherte Behandlung zu empfehlen. Außerdem enthält Honig Zucker und sollte aus Rücksicht auf die Zahngesundheit sparsam verwendet werden.
Für eine schonende Mundpflege empfiehlt sich deshalb eher ein lauwarmer oder abgekühlter, ungesüßter Salbeitee ohne Honig.
Wer Honig hinzufügen möchte, sollte dies sparsam tun und auf eine gute Zahnpflege achten. Häufiges schluckweises Trinken eines mit Honig gesüßten Getränks über den ganzen Tag ist für die Zähne weniger günstig.
Eine kleine Menge Salbeitee kann auch vorsichtig im Mund bewegt und anschließend ausgespuckt werden. Bei Unverträglichkeiten sollte die Anwendung beendet werden.
Während einer akuten Aphte ist eine möglichst reizfreie Ernährung sinnvoll.
Besonders gut verträglich sind häufig weiche und milde Lebensmittel wie Haferbrei, Naturjoghurt, Kartoffelpüree, gedünstetes Gemüse oder lauwarme Suppen.
Sehr saure Früchte, scharfe Gewürze, Alkohol und stark gesalzene Speisen sollten während der schmerzhaften Phase möglichst gemieden werden.
Langfristig unterstützt eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Vitamin B12, Eisen, Folsäure und weiteren wichtigen Nährstoffen die normale Funktion der Mundschleimhaut.
Die meisten kleinen Aphten verschwinden ohne besondere Behandlung. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll ist.
Das gilt insbesondere, wenn:
Nicht jede weißliche oder schmerzhafte Veränderung im Mund ist tatsächlich eine Aphte. Auch andere Schleimhauterkrankungen können ähnlich aussehen.
Ihr Zahnarzt Freiburg kann die betroffenen Stellen untersuchen, mögliche mechanische Reizungen erkennen und bei Bedarf weitere Untersuchungen empfehlen.
Eine gesunde Mundflora und ausreichend Speichel sind wichtige Bestandteile der natürlichen Mundgesundheit.
Speichel hält die Schleimhäute feucht, unterstützt die Reinigung des Mundraums und enthält verschiedene körpereigene Schutzstoffe.
Eine schonende Zahnpflege, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ausgewogene Ernährung tragen dazu bei, diese natürlichen Schutzfunktionen zu erhalten.
Bei wiederkehrenden Aphten kann es außerdem sinnvoll sein, individuelle Auslöser zu beobachten und gemeinsam mit dem Zahnarzt nach möglichen Ursachen zu suchen.
Ob schmerzhafte Aphten, Zahnfleischentzündungen oder wiederkehrende Reizungen der Mundschleimhaut: Eine fachkundige Untersuchung hilft dabei, Beschwerden richtig einzuordnen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
Das Zahnland Freiburg berät Sie gerne rund um Mundgesundheit, Zahnpflege und zahnmedizinische Vorsorge.
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